Verfasst von: chris4634 | Mittwoch 2009-02-18

Ich wohne jetzt in Stuttgart Hedelfingen

Und wieder wars hier lange still – ich bin vielleicht doch nicht gerade der geborene Blogger…

Nun, nachdem ich meine letzte Diplomprüfung hinter mir hatte, habe ich ja gleich am Tag darauf eine Stelle angetreten. Nun bin ich hauptberuflicher Bodenschützer und habe viele manchmal eher langweilige, aber doch auch häufig hochinteressante Sachen auf dem Tisch. Von Bebauungsplanverfahren über illegale Bauschuttablagerungen und Erdauffüllungen bis hin zu Altlastenerkundungen und -sanierungen kommt alles vor.

Um einen kürzeren Weg zur Arbeit zu haben, bin ich dann nach Stuttgart-Hedelfingen umgezogen. Eine sehr nette Dachgeschosswohnung, die einzurichten meine Freundin und mich in letzter Zeit viel derselben gekostet hat. Aber das macht viel Spass.

Vielleicht schaffe ich es ja doch, in nächster Zeit etwas häufiger was zu schreiben, mal sehen ;-)

Verfasst von: chris4634 | Dienstag 2008-12-02

Ich habe mein Diplom!

Endlich ist es geschafft – ich habe heute die letzte Prüfung bestanden.  :)

Damit bin ich nun Diplom-Geograph!

Und das beste ist, dass ich gleich morgen eine Stelle antreten werde, die fachlich genau das beinhaltet, mit dem ich mich nun in den letzten Jahren durch Diplomarbeit, Nebenjob, spezielle Vorlesungen intensiv beschäftigt habe: Angewandter Bodenschutz und Altlasten.
Langsam wurde es Zeit, ich bin froh, dass dieser Abschnitt jetzt abgehakt ist. Auch wenn mir das Studium sehr viel Spass gemacht hat, auf Dauer ist es einfach nix, wenn sich mal hier, mal da, immer wieder was in die Länge zieht.

Verfasst von: chris4634 | Donnerstag 2008-09-25

Latest News…

 

Und wieder eine lange Pause hier… 

Ende August habe ich meine Diplomarbeit endlich abgegeben.

Danach bin ich dann in die Berge gefahren, genauer gesagt, ins Berner Oberland, um mich am Finsteraarhorn (4274m) zu versuchen. Nun, das Ganze schlug leider fehl – wie schon 2006. Da wurden wir von Eis- und Schneekrusten am Gipfelgrat von den letzten vielleicht 150hm abgehalten und auf dem Rückweg hatten wir mit einem halben Meter Neuschnee auf einem spaltenreichen Gletscher zu kämpfen. Diesmal drehtem wir 200hm unter dem Gipfel um, wegen extrem schlechter Sicht und einem Föhnsturm. Ärgerlich daran: 400hm weiter unten haben wir uns umgedreht und mussten feststellen, dass sich der Nebel da oben fast komplett verzogen hat.

 
Nebel und Föhnsturm am Hugisattel (4088m) 

Aber schon auf der eintägigen Klettertour vor dem Finsteraarhornversuch habe ich mächtig Glück gehabt. Ein etwa kopfgroßer Stein kam auf mich herabgepoltert. Ich konnte mich noch an die Felswand pressen und den Kopf einziehen, so dass der Stein meinen Helm nur hinten gestreift, den Rucksack auf dem Rücken aber voll getroffen hat. Hätte ich Helm und Rucksack nicht aufgehabt, wäre ich wohl weniger glimpflich davon gekommen. So blieb es beim großen Schrecken. Gott sei Dank.

Nach dieser etwas verkorksten, aber mal wieder lehrreichen Bergtour ging es nach nur 1 Tag zu Hause weiter nach Schweden, um mit meiner Freundin eine Woche in der Nähe von Göteborg auf dem Bohusleden zu wandern. Das Wetter war anfangs recht feucht, wie auch die Wochen zu vor – die Wege waren also oft sehr nass. Dafür konnten wir aber viele Pilze sammeln, die unseren Speiseplan sehr bereicherten. Die H&M-Tüte als Pilzsammeltüte war daher häufig meine Handtasche :) . In der zweiten Hälfte guckte aber immer häufiger auch die Sonne raus, so dass die Tour letztlich sehr schön war.

 
Regenkleidung und H&M-Tüte für Pilze waren häufig gefordert.


Nasse Wege konnten schonmal für Wassereinbruch in den Schuhen sorgen.


Frische Pilze putzen bei strahlendem Sonnenschein. Das wird wieder ein leckeres Essen :)

 

Nach einer schönen Wanderwoche und einer langwierigen Rückreise (über 8h von Rostock nach Cottbus – danke, Deutsche Bahn…) verbrachten wir noch einige Tage in und um Cottbus.

Und nun geht wieder das Arbeiten und Lernen los, von meinem Diplomtitel trennen mich noch 2 Prüfungen…

Verfasst von: chris4634 | Montag 2008-06-16

Mal wieder was neues

Lange hab ich hier nix mehr geschrieben.

Jetzt gibts aber mal wieder was neues. Gestern war ich auf dem Landesposaunentag in Ulm. Zusammen mit ca 3000 Bläsern im Ulmer Münster musizieren ist einfach toll. Da machen auch die unbequemen und engen Kirchenbänke nix mehr aus ;-)

Verfasst von: chris4634 | Montag 2008-04-28

Ich kann nähen!

Juhuuu!

Ich hab heute zum ersten Mal eine Nähmaschine bedient, und nach etwa 2 Stunden, davon nur etwa 1:10h Arbeit am konkreten Stück, kam das dabei raus:

Ein Säckchen aus silikonisiertem Ripstop-Nylon. Aus solchem ultraleichtem Material werden normalerweise hochwertige Zelte hergestellt. Der Beutel wiegt nur etwa 11g und bietet einer dünnen Fleecejacke bequem Platz.

Als Anleitung diente mir diese hier, die Idee zum Selbernähen von Ausrüstungsgegenständen bekam ich durch das Internetforum outdoorseiten.net. Dort sind viele Leute unterwegs, die zum Teil auch höchst anspruchsvolle Sachen wie spezielle Kleidungsstücke, Zelte oder gar Schlafsäcke selber nähen.

Mal sehen zu was ich das Säckchen so verwenden werden. Denn eigentlich dient es nur zur Übung. Aus dem selben (furchtbar glitschigen) Material möchte ich mir noch ein Tarp (also eine Art Zeltplane) nähen. Aber vorher werde ich wohl noch ein oder zwei weitere Säckchen nähen – zur Übung ;)

Verfasst von: chris4634 | Freitag 2008-04-25

Distributed Computing – Rechnerleistung spenden

Was? Die Rechenleistung von meinem tollen MacBook hergeben? Wie soll das funktionieren?

Zugegeben, bissl skeptisch war ich anfangs schon (und bin es auch noch), aber irgendwie finde ich die Idee die hinter Distributed Computing steckt genial:

Es handelt sich dabei um wissenschaftliche Projekte, z.B. Modellierungen und so, die große Rechenleistung erfordern. Und da die allermeisten Computernutzer die Leistung ihres Gerätes eh nicht ausnutzen, könnte man da doch Teile von solchen großen Projekten drauf berechnen, ohne dass man selbst eingeschränkt wird. Dazu muss man sich einen Client installieren, der diese Zusammenarbeit koordiniert. Dieser lädt eine Aufgabe mit den nötigen Daten runter und rechnet im Hintergrund (oder wenn man gerade nicht am Rechner ist, je nach Einstellung) rum, bis die Aufgabe erledigt ist, dann werden die Resultate wieder an den Server gesendet. So in etwa funktioniert das.

Ich hab den Client von BOINC (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing) installiert und beteilige mich mal an 2 Projekten:

  • climateprediction.net: Hier gehts um die Modellierung von Klimavorhersagen. Climateprediction.net ist mittlerweile ein recht altes, rennomiertes Projekt.
  • Quake-Catcher Network: Dieses Projekt (im Alpha-Status) nutzt den Sudden-Motion-Sensor meines MacBook für seismologische Zwecke. Das hört sich etwas strange an, bei näherem Hinsehen klingt das aber genial: Wenn man einige Minuten nicht am Rechner sitzt (um Störungen durch z.B. Tastaturnutzung auszuschließen) wird der Sensor als Seismometer verwendet. Theoretisch lässt sich so ein sehr dichtes, auf herkömmliche Weise nicht finanzierbares, seismographisches Netz aufbauen, was der Erdbebenforschung dienen soll.

Ich bin mal gespannt, wie das läuft – und ob das so im Hintergrund funktioniert, wie ich mir das vorstelle.

 

Edit:

Ich habe mich schon vom Projekt climateprediction.net abgemeldet. Nicht, weil ich das Projekt nicht interessant finde. Aber ich kann es zusammen mit Quake-Catcher Network nicht sinnvoll betreiben. Letzteres macht ja wie beschrieben nur Sinn, wenn es läuft, solange man nicht am Rechner sitzt. climateprediction.net würde ich aber gerne ständig im Hintergrund laufen lassen. Leider kann man solche Einstellungen aber nur für alle BOINC-Projekte gleichzeitig vornehmen, nicht für jedes einzeln. Und da ich das Quake-Catcher Network noch eher unterstützen will, habe ich mich dafür entschieden. Die recht langen Rechenzeiten, die für climateprediction.net gebraucht würden (teilweise über 2000 CPU-Stunden!) könnte ich im geforderten Zeitrahmen (es gibt jeweils ein Datum, bis wann die Aufgabe fertig sein sollte) auch nicht leisten, wenns nur arbeitet, wenn ich gerade nicht am Computer bin. Wenn ich länger weg bin, mach ich den Rechner ja auch gerne aus – Strom sparen. Zumindest grob überschlagen reicht das dann nicht.

Verfasst von: chris4634 | Donnerstag 2008-04-24

Neue Kletterregelung im Donautal

Ich hab ein Weilchen nix mehr geschrieben – heute hab ich aber was sehr schönes gefunden:

Endlich gibt es eine neue Kletterregelung im Donautal!

Gestern haben sich die Vertreter von Kletter- und Naturschutzverbänden sowie der Behörden auf die neue Regelung geeinigt. Details sollen laut obigem Link demnächst auf www.alpenverein-bw.de sowie im DAV-Felsinfo veröffentlicht werden. Lies mehr…

Verfasst von: chris4634 | Samstag 2008-04-05

Nogger dir einen

Gestern, am frühen Nachmittag:

Ich packe das erste Nogger Choc seit mindestens 6 bis 7 Jahren aus seiner Folienverpackung. Ich beiße in die von Nussstücken durchsetzte Schokolade…. Ich entdecke den massiven Nugatkern…. Meine Zähne graben sich in den Nugatkern und das umgebende Eis.

Eishimmel auf Erden :D

Verfasst von: chris4634 | Samstag 2008-03-29

Skifahren im Schwarzwald

Ja, es ist noch möglich!!!

Nachdem es im Nordschwarzwald an Ostern ja reichlich geschneit hat (bis über 1m), war eigentlich zu erwarten, dass der meiste Schnee nun schon abgefahren oder gar abgeschmolzen ist. An den meisten Liften ist die Piste tatsächlich schon reichlich braun…

Am Skilift Hundseck Nordhang aber siehts noch viel besser aus: Die konnten nach dem Osterschnee die Piste nicht präparieren, da die Raupe kaputt war! Daher war der Hang heute zum ersten Mal präpariert, auch der Lift ging heute zum ersten Mal seit den Osterschneefällen. Folglich gab es hier durchaus noch reichlich Schnee, die Piste hatte keine auf den Untergrund abgefahrenen Stellen.

Naja, ganz optimal war der Schnee nicht, da er ziemlich feucht, sulzig, pappig war, aber was will man erwarten, wenns die letzten Tage wieder nahezu durchgehend Plusgrade hatte. Dafür war eben noch genug Schnee da, so dass man nicht wie am Mehliskopf die Skier ruinieren musste.

2 Stunden Lifteln war dann aber auch genug, viele Variationsmöglichkeiten hat man ja nicht. Also hab ich mir noch die Felle unter die Skier gepappt und bin vom Hundseck entlang der schon gut zerfahrenen Piste des Bühlertalliftes, bzw zum Teil daneben, aufgestiegen, hab die Aussicht vom Mehliskopf genossen, nach Sand über die Mehliskopf-Piste abgefahren und entlang dieser wieder aufgestiegen, um über die Bühlertalliftpiste wiederum zum Parkplatz am Hundseck zurückzukommen. Naja, ne wirklich lange Skitour ist das nicht, aber immerhin. Viel mehr Zeit war auch nicht mehr, da meine Mitfahrgelegenheit wieder fahren wollte.

Noch ein paar Bilder:

Der Hang am nächsten Hügel ist die Piste des Hundseck-Nordhang. Für Nordschwarzwaldverhältnisse schon ziemlich steil. Bei besserem Schnee kann man da denke ich richtig viel Spass haben – aufgrund der mangelnden Abwechslung aber nur für begrenzte Zeit, meine ich.

Aufstieg knapp neben der Piste des Bühlertalliftes.

Der Mehliskopfturm. Leider war es etwas diesig, selbst die Vogesen konnte man nur schwach erkennen. Ansonsten hat man von hier eine wirklich gute Aussicht.

Die Piste am Nordhang des Mehliskopfes nach Sand. Im unteren Hangbereich war die Piste noch OK, im oberen Bereich aber schon mehr braun als weiß. Da musste man gut aufpassen, um nicht über Gras/Erde zu fahren. Solche Pisten sind nicht schön und in meinen Augen eigentlich unverantwortlich, insbesondere im Hinblick auf ökologische Belange. Auf der Südseite, beim Bühlertallift, sah es genauso aus.

Ich war insgesamt sehr erstaunt, wie wenig dort los war. Vielleicht haben viele schon damit gerechnet, dass die Schneeverhältnisse nicht mehr gut sind. Aber dennoch war gerade am Hundseck-Nordhang mit einer wirklich geschlossenen und auch recht dicken Schneedecke seltsamerweise noch weniger los, als auf den schon sehr zerfahrenen Pisten am Mehliskopf.

Verfasst von: chris4634 | Samstag 2008-03-22

Paçoquinha

Wer kennt Paçoquinha? Niemand? Ich kannte es bis vor kurzem auch noch nicht. Leider. Da ist mir jahrelang etwas entgangen.

Das ist eine brasilianische Spezialität aus Erdnüssen, im Prinzip gemahlene und mit Zucker versehene Erdnüsse, in Form gepresst. Gibts entweder rund “rolha” oder rechteckig “tablete”.

Über kleine Umwege konnte ich das Zeug vor einiger Zeit probieren, obwohl ich noch nie in Brasilien war – und ich war begeistert. Also hab ich die Internetsuchmaschine meines geringsten Misstrauens bemüht um festzustellen, dass es nicht ganz einfach ist, Paçoquinha in Deutschland aufzutreiben. Entweder war es schon ausverkauft, oder der Versand aus den Niederlanden oder GB wäre unverhältnismäßig teuer gekommen. Nach einiger Suche habe ich aber doch einen kleinen Berliner Laden gefunden, der Paçoquinha auch verschickt: a Livraria. Dort gibt es eine Seite mit einigen aufgelisteten Lebensmitteln, per Email zu bestellen. Das habe ich dann auch gemacht, und heute, nach ca 5 Tagen kam das Päckchen an. Übrigens habe ich heute auch in deren regulärem Shopsystem Paçoquinha gefunden (hier) – vor einer Woche war das noch nicht da ;-)

Lecker!

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